Landesliga, 16.Spieltag

VfL Gummersbach 21 - 19 Polizei SV Köln II
19 Feb 2017 - 15:00Schwalbe-Arena, Gummersbach

VfL Gummersbach – Polizei SV Köln II = 21:19 (9:8)

„Es war knapp, aber es war schlussendlich ein verdienter Sieg. Wir waren heute die bessere Mannschaft“, konstatierte Gummersbachs Trainer Tobias Uding nach dem 21:19 (9:8) Heimsieg seiner Damen gegen die Zweitvertretung von Polizei Köln. Da beide Mannschaften mitten im Abstiegskampf stecken, konnte schon vor dem Anpfiff davon ausgegangen werden, dass kein Schönheitspreis zu gewinnen war. So wurde es ein kampfbetontes Spiel, wobei beide Teams mit klarer taktischer Ausrichtung zu gefallen wussten. Die Kölnerinnen suchten ihr Glück über den Rückraum, der VfL agierte mit spielerischen Lösungen über 1:1-Situationen. In der Anfangsphase war es jedoch ausschließlich der VfL, der das Spiel bestimmte. Die Defensive stand sattelfest und nach 15 Minuten hatte man gerade einmal zwei Gegentreffer hinnehmen müssen. Trainer Uding konnte sich aber nicht entspannt zurücklehnen: Nach schnellen fünf Toren blieben die VfL-Damen mehr als zehn Minuten ohne Erfolg. Vier Siebenmeter und zahlreiche weitere gute Einwurfgelegenheiten wurden ausgelassen. Trotz der blau-weißen Überlegenheit blieb der Gast auf Tuchfühlung und zur Halbzeit stand ein hauchdünner Vorsprung der Kreisstädterinnen. „Es gab bis auf die Chancenverwertung keine Kritikpunkte. Eigentlich eine kuriose Situation“, war der Trainer einerseits angetan, andererseits besorgt angesichts der Leistung. Angeführt von den beiden starken Spielgestalterinnen Knauf und Trabelsi kamen die VfL-erinnen selbstbewusst aus der Kabine, legten bis Minute 40 auf vier Tore vor (14:10). Der Schlagabtausch forderte nun Tribut und Köln verkürzte kontinuierlich. Die Hereinnahme von Karolin Gärtner brachte den Gastgeberinnen in der Schlussviertelstunde neuen Antrieb und die zwei-Tore-Führung (20:18). Die dramatische Schlussphase begann mit dem Anschlusstreffer 50 Sekunden vor Ultimo. Gummersbachs Übungsleiter nahm die letzte Auszeit, ermahnte und forderte Disziplin. Nun hellwach nutzte Samira Trabelsi die sich sofort bietende Möglichkeit und machte den Deckel auf den verdienten Heimsieg. „Kompliment an beide Teams für den großen Kampf. Spielerisch waren wir dominanter und hatten mehr Alternativen parat. Wir sind vom Team her geschlossen und diszipliniert aufgetreten und unter dem Strich heute den Tick besser gewesen“, resümierte der Trainer zufrieden. Mit nun 11 Punkten bleibt der VfL zwar auf Platz 10, ist aber nur noch einen Punkt hinter Platz 8, der nach einhelliger Meinung den sicheren Klassenverbleib bedeuten würde. „Wir haben 16 Spieltage der Liga hinterher gehechelt, nun sind wir in Schlagdistanz und haben alles in der Hand. Ich bin stolz auf die Entwicklung des Teams und gehe frohen Mutes in die weiteren Aufgaben“, sprach der Trainer voll des Lobes.

Es spielten: Anna Heuschen (15 Paraden); Samira Trabelsi (5 Tore), Kristina Schwarz (4/3), Franziska Burgert (3), Mareike Brettschneider (2), Karolin Gärtner (2), Anna Noß (2), Joline Wirth (2/1), Vanessa Otto (1), Sarah Johanns, Joana Knauf, Chiara Polenske, Kim Scheerer, Marilu Halbe (n.e.)