Satzung

Satzung des VfL Gummersbach von 1861 e. V.,
verabschiedet in der Jahreshauptversammlung
am 08. August 1980

§ 1: Name

Der Verein führt den Namen „Verein für Leibesübungen von 1861 e.V.,
Gummersbach“, Kurzname: VfL Gummersbach

§ 2: Sitz

Sitz des Vereins ist Gummersbach.

§ 3: Vereinsregister

Der Verein ist eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Gummersbach.

§ 4: Vereinszweck

Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung des Sports, insbesondere auch der sportlichen Jugendarbeit.

§ 5: Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke, Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 6: Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 7: Abteilungen

1. Der Verein gliedert sich in Abteilungen für folgende Sportarten:
– Basketball
– Fechten
– Fußball
– Handball
– Judo
– Leichtathletik
– Schwimmen
– Ski
– Teak won-Do
– Tennis
– Tischtennis
– Turnen (einschl. Volleyball)
Durch Satzungsänderung vom 03.10.86 ist die Volleyballgruppe aus der Turnabteilung ausgegliedert und eigene Abteilung geworden.

2. Über die Gründung weiterer Abteilungen entscheidet der erweiterte Vorstand.

3. Die Abteilungen arbeiten fachlich und wirtschaftlich selbständig im Rahmen der Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel. Über den üblichen
Sportbetrieb hinausgehende Korrespondenz mit den Behörden sowie dem Stadtsportverband, Kreissportbund, Landessportbund Nordrhein-Westfalen, dem Deutschen Sportbund, dem Nationalen Olympischen Komitee und ähnlichen Institutionen, nicht jedoch mit dem für die jeweilige Abteilung zuständigen Sportfachverband, ist über den Hauptvorstand zu leiten und bedarf der Gegenzeichnung durch den 1. Vorsitzenden oder einen seiner Stellvertreter.

4. Für die im Verein betriebenen Sportarten ist die Mitgliedschaft der
zuständigen Sportfachverbände im Landessportbund Nordrhein- Westfalen zu erwerben.
Durch Satzungsänderung vom 18.11.1988 ist § 7 Abs. 4 wie folgt ergänzt worden:
„Die Mitglieder des Vereins unterliegen damit der Verbandsgerichts-barkeit des entsprechenden Fachverbandes und der übergeordneten Verbände auf Landes- und/oder Bundesebene, denen der jeweilige Fachverband unmittelbar oder mittelbar angehört.“

5. Die Abteilungen können sich Abteilungsordnungen geben, um den Betrieb der Abteilungen im einzelnen zu regeln. Die Abteilungsordnung bedarf der Zustimmung des Hauptvorstandes.

§ 8: Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins kann jedermann werden ohne Unterschied des
Geschlechts, des Berufes, der Staatsangehörigkeit oder seiner politischen oder religiösen Überzeugung.

2. Jedes Mitglied kann gleichzeitig mehreren Abteilungen angehören.
Es kann auch, ohne dass seine Mitgliedschaftsrechte im Verein
betroffen werden, weiteren Abteilungen zusätzlich beitreten oder die Abteilungen wechseln. Dies ist dem Hauptvorstand von dem Mitglied über die betroffenen Abteilungen schriftlich anzuzeigen.

3. Der 1. Vorsitzende des Vereins ist kraft Amtes Mitglied aller Abteilungen.
Mitglieder des Hauptvorstandes, die für die Betreuung bestimmter Abteilungen zuständig sind, sind kraft Amtes Mitglieder dieser betreffenden Abteilungen.

4. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein soll schriftlich – möglichst über eine Abteilung – an den Hauptvorstand gerichtet werden. Der Antragsteller muss angeben, welcher Abteilung oder welchen Abteilungen er angehören will.

Durch Satzungsänderung vom 06.11.1992 ist § 8 Abs. 4 wie folgt ergänzt worden:

4.a Jedes Mitglied hat sich dem Bankeinzugsverfahren zu unterwerfen.

5. Aufnahmegesuche von Jugendmitgliedern, das sind Mitglieder vor Vollendung des 18. Lebensjahres, bedürfen der Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter.

6. Über die Aufnahme entscheidet vorab der jeweilige Abteilungsvorstand, und zwar auch beim nachträglichen Eintritt eines Vereinsmitgliedes in eine weitere Abteilung oder bei einem Abteilungswechsel. Die (1.) Aufnahme in den Verein bedarf der Bestätigung durch den Hauptvorstand.

7. Die Ablehnung eines Aufnahmegesuches hat schriftlich zu erfolgen, bedarf aber keiner Begründung.

§ 9: Ehrenmitgliedschaft

1. Wer sich hervorragende Verdienste um den Verein erworben hat, kann zum Ehrenmitglied, in ganz besonderen Fällen zum Ehrenvorsitzenden ernannt werden. Über die Ernennung befindet der erweiterte Vorstand. Sie erfolgt auf der ordentlichen Mitgliederversammlung.

2. Wer 50 Jahre Mitglied des Vereins ist, ist von der Verpflichtung zur Zahlung des Mitgliederbeitrages entbunden.

§ 10: Ehrungen

1. Die Ehrennadel des VfL Gummersbach in Bronze, Silber, Gold und Gold mit Brillanten kann für besondere Verdienste um den Verein oder für herausragende sportliche Leistungen verliehen werden. Über die Verleihung entscheidet der Hauptvorstand.

2. Mitglieder, die mindestens 25 Jahre Mitglied im Verein sind, werden mit dem Vereinsabzeichen mit Silberkranz ausgezeichnet, wer mehr als 40 Jahre Mitglied ist, mit dem Vereinsabzeichen mit Goldkranz.

§ 11: Vereinsjugend

1. Die Sportjugend des Vereins führt und verwaltet sich selbständig; sie entscheidet auch über die Verwendung der ihr zufließenden Mittel.

2. Die von der Sportjugend des Vereins zu erlassende Jugendordnung bedarf der Zustimmung durch die Mitgliederversammlung und gilt als Bestandteil dieser Satzung.

§ 12: Verlust der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

a) durch schriftliche Austrittserklärung zum Jahresende gegenüber dem Hauptvorstand. Gegebenenfalls hat ein Abteilungsvorstand die Austrittserklärung unverzüglich an den Hauptvorstand weiterzuleiten.

b) durch Tod

c) durch Ausschluss

§ 13: Ausschluss eines Mitgliedes

1. Über den Ausschluss eines Mitgliedes entscheidet der Hauptvorstand. Antragsberechtigt ist jedes Mitglied des erweiterten Vorstandes.

2. Der Ausschluss kann nur erfolgen, wenn das betroffene Mitglied

a) das Vereinsansehen erheblich schädigt oder sich unehrenhaft verhält
b) gröblich gegen die Vereinssatzung oder die Satzung derjenigen Verbände verstößt, denen der Verein angehört
c) mit der Zahlung des Beitrages für eine Zeit von mehr als 6 Monaten im Verzug ist.

3. Vor dem Ausschluss ist dem Mitglied Gelegenheit zu seiner Rechtfertigung zu geben. Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied innerhalb 1 Monats nach Bekanntgabe die an den Hauptvorstand zu richtende schriftliche Berufung an den erweiterten Vorstand zu, der hierüber in seiner nächsten Sitzung zu entscheiden hat.

4. Bei weniger schwerwiegenden Verstößen kann einem Mitglied auf Beschluss des Hauptvorstandes der Ausschluss für den Wiederholungsfall angedroht werden.

§ 14: Mitgliederversammlung

1. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist vom 1. Vorsitzenden oder einem stellvertretenden Vorsitzenden einmal jährlich einzuberufen, und zwar möglichst im 1. Halbjahr. Der Hauptvorstand kann darüber hinaus die Einberufung außerordentlicher Mitgliederversammlung beschließen. Ferner ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn dies von wenigstens 1/10 der Vereinsmitglieder oder drei Abteilungsleitern unter Angabe der Gründe schriftlich beim Hauptvorstand beantragt wird.

2. Die Einladung zur Mitgliederversammlung hat mit 14-tägiger Frist durch Mitteilung in allen in Gummersbach mit eigenem Lokalteil erscheinenden Tageszeitungen zu erfolgen.

2a. Durch Satzungsänderung vom 06.05.1994 ist § 14 Abs. 2 wie folgt ergänzt worden:
Die Mitteilung in der Tageszeitung kann entfallen, wenn die Mitglieder persönlich schriftlich eingeladen werden.

3. Die Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung soll enthalten:

– Erstattung der Jahresberichte
– Erstattung des Kassenberichts
– Bericht der Kassenprüfer
– Ggf. Wahl eines Versammlungsleiters
– Entlastung des Hauptvorstandes
– Ggf. Wahl des Hauptvorstandes
– Ggf. Wahl des Kassenprüfers
– Anträge
– Verschiedenes

4. Anträge zur Mitgliederversammlung können von jedem Mitglied gestellt werden. Sie sind wenigstens 1 Woche vor der Versammlung schriftlich beim Hauptvorstand einzureichen.

5. Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der 1. Vorsitzende oder einer seiner Stellvertreter. Der Geschäftsführer führt das Protokoll, das von ihm und dem 1. Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter, der die Versammlung geleitet hat, zu unterzeichnen ist.

6. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der erschienenen Mitglieder gefasst. Für Satzungsänderungen ist jedoch eine Mehrheit von ¾ der erschienenen Mitglieder erforderlich. Satzungsänderungen dürfen nur beschlossen werden, wenn hierauf in der Einladung zur Mitgliederversammlung ausdrücklich hingewiesen war.

7. Stimmberechtigt sind alle volljährigen Vereinsmitglieder.

§ 15: Abteilungs-Mitgliederversammlung

1. Die Abteilungen im Sinne von § 7 dieser Satzung halten jährlich wenigstens eine Abteilungs-Mitgliederversammlung ab. Stimmberechtigt sind alle volljährigen Abteilungsmitglieder und die Mitglieder des Hauptvorstandes.

2. Im übrigen gilt § 14 entsprechend.

3. Der Hauptvorstand hat das Recht, beim Abteilungsleiter oder seinem Stellvertreter die Einberufung einer Abteilungs-Mitgliederversammlung schriftlich zu beantragen. Wird diesem Antrag nicht binnen 2 Wochen folge geleistet, kann der 1. Vorsitzende oder einer seiner Stellvertreter eine Abteilungs-Mitgliederversammlung einberufen.

§ 16: Hauptvorstand

1. Der Hauptvorstand wird von der Mitgliederversammlung alle 2 Jahre gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

2. Dem Hauptvorstand gehören an:

a) der 1. Vorsitzende
b) bis zu 4 gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende
c) der Geschäftsführer
d) der Kassenwart
e) bis zu 3 stellvertretende Kassenwarte
f) der Vorsitzende des Vereins- Jugendausschusses
g) der stellvertretende Vorsitzende des Vereins-Jugendausschusses
h) der Sozialwart
i) der Sportwart
j) 3 Beisitzer

3. Der Vorstand im Sinne von § 26 BGB (geschäftsführender Vorstand) wird gebildet durch:

a) den 1. Vorsitzenden
b) die stellvertretenden Vorsitzenden
c) den Kassenwart
d) den Geschäftsführer

§ 17: Vertretung des Vereins

Vertretungsberechtigt sind jeweils 2 der Vorstandsmitglieder im Sinne von § 26 BGB (§ 16 Abs. 3 dieser Satzung) gemeinsam.

§ 18: Abteilungsvorstände

1. Die Abteilungsvorstände werden alle 2 Jahre von der jeweiligen Abteilungs-Mitgliederversammlung gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

2. Der Abteilungsvorstand besteht mindestens aus:

a) dem Abteilungsleiter
b) dem stellvertretenden Abteilungsleiter
c) dem Abteilungskassierer

Personalunion zwischen b) und c) ist zulässig. Die Abteilungen können weitere Abteilungs-Vorstandsmitglieder vorsehen.

3. Die mit der Betreuung bestimmter Abteilungen betrauten Mitglieder des Hauptvorstandes haben das Recht, mit beratender Stimme an den Sitzungen der jeweiligen Abteilungsvorstände teilzunehmen, der 1. Vorsitzende oder ein stellvertretender Vorsitzender an denjenigen aller Abteilungsvorstände.

4. Die Abteilungen haben nach der Wahl die Zusammensetzung ihres Abteilungsvorstandes dem Hauptvorstand unverzüglich schriftlich anzuzeigen.

§ 19: Erweiterter Vorstand

Dem erweiterten Vorstand gehören die Mitglieder des Hauptvorstandes im Sinne von § 16 Abs. 2 dieser Satzung und alle Abteilungsleiter an. Ist ein Abteilungsleiter verhindert, tritt sein Stellvertreter an dessen Stelle. Weitere Vereinsmitglieder, insbesondere Mitglieder von Abteilungsvorständen, können vom 1. Vorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzenden, der die Sitzung leitet, mit beratender Stimme hinzugezogen oder zugelassen werden.

§ 20: Finanzwesen

1. Die Höhe des Jahresbeitrages wird auf Vorschlag des erweiterten Vorstandes von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Den Abteilungen bleibt es überlassen, darüber hinaus zusätzlich einen weiteren Beitrag (Fachbeitrag) zu erheben. Gegebenenfalls hat hierüber die Abteilungs-Mitgliederversammlung zu befinden.

2. Bei der Festsetzung des Jahresbeitrages ist eine Staffelung nach Altersgruppen vorzusehen. Ferner sind soziale Gesichtspunkte, z. B. mehrere Vereinsmitglieder aus einer Familie, zu berücksichtigen.

3. Die Jahresbeiträge werden vom Verein – und nicht von seinen Abteilungen – eingezogen.

4. Die Aufteilung der Einnahmen auf den Verein und die Abteilungen wird alljährlich vom erweiterten Vorstand beschlossen. An der entsprechenden Sitzung nehmen die Abteilungskassierer mit beratender Stimme teil.

5. Einzelnen Abteilungen zugedachte Spenden stehen diesen ungeschmälert zu, ebenso die von einzelnen Abteilungen zusätzlich erhobenen Fachbeiträge.

6. Die Abteilungen zahlen Beiträge und sonstige finanzielle Verpflichtungen an die für sie zuständigen Sportfachverbände selbst. Der Beitrag zum Stadtsportverband, dem Kreissportbund, zu Sporthilfe e. V. und etwaigen anderen Vereinigungen wird vom Verein getragen.

7. Die Abteilungskassen sind nach einem vom Kassenwart des Vereins zu erstellenden einheitlichen Schema bis zum 31.03. für das jeweilige Vorjahr abzuschließen, die Vereinskasse bis zum 30.04..

8. Die Abteilungskassen und die Vereinskasse sind jährlich bis zum 31.05. eines jeden Kalenderjahres von den Kassenprüfern des Vereins zu prüfen.

9. Von den Abteilungen ist jährlich bis zum 31.01. ein Haushaltsplan für das laufende Jahr zu erstellen und dem Hauptvorstand vorzulegen.

§ 21: Kassenprüfer

1. Die ordentliche Mitgliederversammlung wählt alle 2 Jahre mindestens 3 Kassenprüfer, Wiederwahl ist zulässig.

2. Die Prüfung der Vereinskasse und der Abteilungskassen ist jährlich von mindestens 1 Prüfer durchzuführen.

§ 22: Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des Vereins bedarf eines entsprechenden Beschlusses in 2 aufeinander folgenden außerordentlichen Mitgliederversammlungen, auf deren Tagesordnung jeweils nur der eine Punkt „Auflösung des Vereins“ stehen darf. Zwischen den beiden Versammlungen muss ein Zeitraum von wenigstens 3 und längstens 6 Wochen liegen.

2. Die Einberufung der 1. dieser beiden außerordentlichen Mitgliederversammlungen darf nur erfolgen, wenn es

a) der erweiterte Vorstand mit einer Mehrheit von ¾ aller seiner Mitglieder beschlossen hat oder
b) von 2/3 der stimmberechtigten Mitglieder des Vereins schriftlich beim Vorstand gefordert worden ist.

3. Der Auflösungsbeschluss bedarf einer Mehrheit von ¾ der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder. Die Abstimmung ist namentlich vorzunehmen. Kommt auf der 1. der erforderlichen außerordentlichen Mitgliederversammlung ein derartiger Beschluss nicht zustande, ist damit der Antrag auf Auflösung des Vereins abgelehnt, ohne dass es einer 2. Mitgliederversammlung bedarf.

4. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Gummersbach mit der Zweckbestimmung, dass dieses Vermögen unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zur Förderung des Sports verwendet werden soll.

Die vorstehende Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 08. August 1980 beschlossen. Damit tritt die bisherige Satzung vom 11.03.1961 außer Kraft.