
Berlin, 05.06.2010
RÜCKSPIEL VIERTELFINALE DEUTSCHE MEISTERSCHAFT
Der Traum von der Teilnahme am Final Four des deutschen Jugendhandballs ist vorbei; zumindest für diese
Saison. Die B-Junioren des VfL Gummersbach sind im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft
ausgeschieden. Mit 25:34 (11:16) unterlagen die Oberberger den Berliner Füchsen, die jetzt als klarer Favorit auf
den deutschen Meistertitel gesehen werden.

Nach der Sechs-Tore-Niederlage im Hinspiel in der Gummersbacher Haas-Halle hatten die Blau-Weißen mit
ihren Trainern Axel Renner und Stefan Neff eine Woche lang hart gearbeitet und sich bei der Videoanalyse auf
das Spiel der Füchse eingestellt. Gut vorbereitet starteten sie bereits einen Tag vor der Partie Richtung Berlin;
begleitet von drei Dutzend Fans. Bevor es am Sonntag ernst wurde, ließ der Besuch eines Badesees am
Samstagnachmittag die Strapazen der Anreise bald vergessen.
Videoanalyse und Mannschaftsbesprechung folgten Sonntagvormittag, ehe es schon bald zur Max-Schmeling-
Halle ging, wo unsere B-Junioren das Vorspiel des All-Star-Games zwischen der Nationalmannschaft und einer
Weltauswahl bestritten.
Der ambitionierte Zeitplan des Veranstalters gestattete unserer Mannschaft allerdings nur 30 Minuten
Aufwärmhase. Danach startete die Aufholjagd. Doch der Plan, rasch in Führung zu gehen, ließ sich nicht
umsetzen. Ein großes Handicap für den VfL war, dass Mannschaftskapitän Marian Orlowski angeschlagen in die
Partie gegangen war. Umso höher muss seine Leistung bewertet werden, die er mit acht Toren krönte und damit
bester VfL-Schütze war.

Berlin kam besser ins Spiel und lag bald mit 2:0 in Front. Diesem Rückstand lief der VfL während der gesamten
Partie nur noch hinterher. Bereits beim 8:4 nahm Neff die erste Auszeit, beruhigte das Team noch einmal und
erinnerte daran, was man sich vorgenommen hatte. Doch die B-Junioren fanden kein probates Mittel, den
Füchsen Grenzen aufzuzeigen. Das änderte sich in der zweiten Hälfte, als der VfL seine Deckung umstellte.

Gegen die 3:3- und 4:2-Deckung konnten die Berliner nicht viel ausrichten, verhaspelten sich und Gummersbach
machte drei Tore in Folge zum 20:17. Oberfuchs Bob Hanning nahm seine Auszeit und Gummersbach schien
wieder außer Tritt gekommen zu sein. Rasch lagen die Gastgeber mit 24:18 in Front und man hatte den Eindruck,
als habe der VfL an diesem Tag nichts mehr entgegenzusetzen. So erklärt sich auch, dass die Füchse am Ende
deutlich mit neun Toren gewannen.

„Ich bin stolz, dass wir mit einer Mannschaft, die zum größten Teil mit Spielern aus dem Oberbergischen besetzt
ist, zu den acht besten Mannschaften in Deutschland gehören“, sagte später Axel Renner. Berlin habe verdient
gewonnen und werde jetzt sicherlich auch den Meistertitel holen. Allerdings sei das Ergebnis mit neun Toren für
Berlin zu hoch ausgefallen und spiegele nicht den tatsächlichen Leistungsstand beider Mannschaften wider.
Tore Gummersbach:
Bergerhoff (1), Drux (2), Orlowski (8), Zwaka (4), Heyme (1), Wiencek (4/3), Altjohann (2), Müller (2), Genz (1).