22. Spieltag und Saisonfazit

VfL Gummersbach 37 - 15 TV Euenheim
09 Apr 2017 - 11:00Schwalbe-Arena, Gummersbach

VfL Gummersbach – TV Euenheim = 37:15 (19:10)

Anfang April, letzter Spieltag und Endspielstimmung in der Schwalbe Arena: „Wenn es um alles geht, kann man sich auf die Damen verlassen. Auch in diesem wichtigen Spiel haben wir geliefert“, war Trainer Tobias Uding begeistert von dem Auftritt seiner Damen gegen die ersatzgeschwächten Gäste aus Euenheim. Vor dem letzten Saisonspiel war den Oberbergerinnen klar, dass sie im Fernduell mit den punktgleichen Teams aus Pulheim und Übach-Palenberg einen hohen Sieg brauchten, um Platz 10 zu erreichen und die letzte Restchance auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Von Beginn spürte man den absoluten Willen bei den VfL-erinnen, die sich förmlich zerrissen und um jeden Ball verbissen kämpften. Schnell legte man auf vier Tore Vorsprung vor. Nur eine kleine Schwächephase Mitte der ersten Halbzeit ließ den Gegner auf ein Tor rankommen, doch dann spielten 45 Minuten nur noch die Blau-Weißen. Trainer Uding peitschte sein Team nach vorne und forderte Tor um Tor, wusste man doch nichts genaues von den anderen Parketten. Am Ende stand ein überragender Heimsieg und schnell kam auch die Gewissheit, dass nach den Niederlagen der anderen Kellerkinder zumindest Platz 10 gerettet bzw. erobert worden war. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir diese Leistungen öfter gezeigt hätten. Dann wäre für diese talentierte Truppe weit mehr drin gewesen“, so der Trainer. Sechs Wochen Bangen hatten nun Mitte Mai ein Ende, als der Handballverband Mittelrhein die Staffeleinteilung bekanntgab. Der Verzicht der Teams aus Oberbantenberg und Weiden in den höheren Klassen öffnete den VfL-erinnen erneut die Tür für die Landesliga. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Aber mit der starken Rückrunde haben wir uns auch diese Chance erspielt und gerade im letzten Spiel haben die Mädels mit jeder Faser um das sportliche Überleben gekämpft“, honorierte der Trainer die Leistung der VfL-Damen. Mit verändertem Personal (mehrere Spielerinnen verlassen aus beruflichen, privaten oder gesundheitlichen Gründen das Team) will man in der kommenden Saison in der Landesliga bestehen: „Es wird nicht einfach, denn wir haben viel Qualität verloren. Aber meine bewährten Spielerinnen sind an der vergangenen Saison gewachsen, werden nun die Verantwortung annehmen und das Team anführen. Neue, junge Spielerinnen, die aus der Jugend kommen, brennen für das Team und die Liga. Gemeinsam als Kollektiv sind wir konkurrenzfähig. Mit Mut, Disziplin und Leidenschaft können wir bestehen“, freut sich auch Uding auf eine weitere Saison auf der Bank der Blau-Weißen. Nun beginnt für ihn erst die richtige Arbeit, viel Verschnaufen konnte er nicht: „Jetzt haben wir Gewissheit, wo wir spielen werden. Landesliga. Wir sind überglücklich. Aber wir werden noch nachlegen müssen, müssen Spielerinnen von unserer Idee und Struktur überzeugen. Ich bin frohen Mutes, dass wir Spielerinnen finden, die dieses Abenteuer mit uns angehen möchten.“

Es spielten: Anna Heuschen (1.-60.Minute: 12 Paraden), Heike Schubert (n.e.); Kristina Schwarz (10/5 Tore), Joana Knauf (6), Sara Johanns (6/2), Chiara Polenske (5), Samira Trabelsi (4), Anna Noss, Annika Schneider (je 2), Vanessa Otto, Mareike Brettschneider (je 1), Marilu Halbe, Kim Scheerer, Kathrin Wacker