Landesliga, 21. Spieltag

VfR Übach-Palenberg 33 - 28 VfL Gummersbach
01 Apr 2017 - 18:00Barbarastr., Übach-Palenberg

VfR Übach-Palenberg – VfL Gummersbach = 33:28 (17:11)

„Wir sind, wie so oft in dieser Saison, ausschließlich an uns selbst gescheitert. Es klingt hart, aber es ist die Wahrheit und die muss jeder für sich selbst begreifen – Endlich mal begreifen!“, resümierte VfL-Trainer Tobias Uding enttäuscht nach der Niederlage im Kellerduell beim VfR Übach-Palenberg. Niedergeschlagenheit und hängende Köpfe im Lager der VfL-erinnen: „Die Damen wissen, dass sie sich selbst um den Lohn ihrer Arbeit bringen. Es ist bitter, aber das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Es bringt ja nichts, wenn man immer von Potenzial redet, aber wir nicht konstant das umsetzen, was wir trainieren und was die Trainer vorgeben“, schwang in der Stimme des Übungsleiters leichte Resignation mit. In den sechzig Spielminuten hatten die Blau-Weißen eine „grausame und katastrophale Chancenauswertung“ fabriziert, die das Trainerteam zur Verzweiflung trieb. „Es geht ja nicht nur um fehlende Disziplin, sondern auch um fehlende Cleverness. Irgendwann kann man die Fehler und den Rückstand nicht mehr aufholen“, war der Trainer mehr als angesäuert. Obwohl man das dominantere und spielsicherere Team stellte, baute man die wacker kämpfenden Gastgeberinnen durch eigene Fehler stetig auf, wodurch man über die gesamte Spielzeit immer in Rückstand lag. Nach einem 6:8 Rückstand nach 20 Minuten, erwischte man ganz schwache zehn Minuten vor der Pause und lag mit sechs Toren zur Halbzeit hinten. Nach der Pause instruierte Uding seine Abwehr neu, was viele Ballgewinne und Impulse brachte. Bis zur 45. Minute konnte man auf 20:24 verkürzen, vergab dann aber dann zahlreiche freie Einwurfgelegenheiten, wodurch man wieder sieben Tore hinten lag. „Von der Moral, Einstellung, Kampfgeist und auch der spielerischen Leistung war das wirklich in Ordnung. Aber bei 20 Fehlwürfen aus völlig freien Situationen, ist es nicht möglich zu gewinnen. Ich kann mit den Mädels trainieren, ihnen Hilfestellungen geben, Wurfmuster erarbeiten – Ich kann den Ball aber nicht selbst ins Tor werfen, da bin ich machtlos.“ Die VfL-erinnen haben damit alle Chancen auf den Klassenerhalt aus eigener Kraft verspielt. Am letzten Spieltag muss gegen Euenheim ein Sieg her, um den 10. Platz zu erreichen. Die Konstellation in den oberen Ligen hält für das Gummersbacher Team einiges an Hoffnung parat, dass dieser Tabellenplatz schließlich am „grünen Tisch“ doch zu einer weiteren Saison Landesliga reichen könnte. „Ich erwarte, dass wir im letzten Spiel alles, wirklich alles raushauen, was wir drauf haben und unsere Situation so gestalten, dass wir zumindest unsere Hoffnung am Leben erhalten können. Bei aller Enttäuschung, so weiß ich von dem tollen Charakter meiner Damen und ihrer Stärke und ich hoffe, dass sie letztendlich in dieser Saison noch mit einem blauen Auge davon kommen“, so der VfL-Trainer.

Es spielten: Anna Heuschen (1.-20. und 45.-60.Minute: 8 Paraden), Sarah Schulte (20.-45.Minute: 6 Paraden); Kristina Schwarz (9/1 Tore), Samira Trabelsi (6), Sarah Johanns (4), Mareike Brettschneider (4/2), Chiara Polenske (3), Joana Knauf (2/1), Marilu Halbe, Anna Noß, Vanessa Otto, Kim Scheerer, Annika Schneider, Lena Soldanski